Türkische Küche
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Usta bir çay lütfen (deutsch: Meister, ein Tee bitte) hallt es durch die Gassen einer türkischen Stadt. Mehr als den Kaffee lieben die Türken ihren berühmten Schwarztee. Er wird zu jedem Anlass getrunken, sei es wenn man einem guten Freund ein Getränk spendiert oder man als Ladenbesitzer seine Gäste willkommen heißt. Beim Frühstück oder vor allem abends nach dem Essen, egal wann, ein Tee ist bei den Türken immer angebracht.

Zu den Hauptspeisen zählen vor allem Fisch- und Fleischgerichte. Neben dem Kebap, der in Europa bereits sehr verbreitet ist, gibt es viele andere Köstlichkeiten, die man unbedingt probieren sollte. Die Türken lieben es deftig, also kann es auch ruhig mal etwas schärfer sein.

Die Türkische Küche ist sehr köstlich und vielfältig, da sie unter dem Einfluss von indischer, persischer und arabischer Kultur entstanden ist. Gemüse ganz allgemein bildet die Basis der türkischen Küche.

Gewürzt wird mit frischen Kräutern, Pfeffer, Paprikapulver und Knoblauch - der aber längst nicht in jedem türkischen Gericht und dann nur sparsam dosiert zu finden ist. Aus Zentralasien brachten türkische Viehzüchter Milchprodukte wie z. B. Joghurt mit. Von den Byzantinern wurden Fisch- und Geflügelgerichte übernommen und aus arabischen Ländern raffinierte Vorspeisen mit Walnüssen und Kichererbsen. Aus Mesopotamien floss der Weizen und wurde zum in der Türkei verbreiteten Weißbrot verarbeitet. Einwanderer aus Russland und dem Balkan brachten Teigwaren (börek) mit. Und schließlich bot das Mittelmeerklima frisches Obst und Gemüse, vielerlei Kräuter und die unverzichtbaren Oliven.

In der Türkei ist es üblich 3-mal am Tag sitzend zu essen:

Angefangen mit dem türkischen Frühstück, das mehr als das französische ist, aber weniger als das deutsche, bekommen Sie überall Butter, Schafskäse, Marmelade, Honig, schwarze Oliven, Tomaten und Gurken zum Frühstück. Wenn Sie aufs Land fahren, bieten Ihnen die Bauern Olivenöl mit Thymian (kekik) an, in das Sie Ihr Brot eintunken können. Die Türken selbst trinken morgens immer schwarzen Tee (çay).

Den Lunch isst man entweder zu Hause oder in einem „Lokanta" (deutsch: kleines Restaurant), wo man kleinere heiße Gerichte isst, z.B. Suppen und traditionelle Gerichte wie „Lahmacun", verschiedene Döner-Arten und viele gegrillte Fleischsorten mit Salat. Meist wird dazu auch frisches Obst serviert.

Das Abendessen besteht aus drei oder mehreren verschiedenen Gerichten nacheinander. Es wird um acht oder halb neun Uhr serviert und nahe Verwandte, beste Freunde oder Nachbarn essen öfters mit, ohne direkt eingeladen zu sein. Meistens fängt das Abendessen mit kleinen Aperitifs - „Meze" - mit alkoholischen Getränken an. Entweder trinkt man Wein oder das Türkische Nationalgetränk „Raki", der Anisschnaps, der mit eiskaltem Wasser verdünnt wird, wobei eine milchigweiße Färbung entsteht. Das Getränk wird sehr treffend „Löwenmilch" genannt. Ansonsten fängt das Abendessen mit Suppe an, gefolgt von Fleisch- und Gemüsegerichten mit Salat. Danach werden Olivenöl-Gerichte wie „Dolma" (gefülltes Gemüse) oder gefüllte Weinblätter serviert, gefolgt von süßen Desserts und frischem Obst. Nach dem Essen wird Tee und Türkischer Kaffe genossen.

Was die alten Türken schon immer wussten, ist heute von der modernen Wissenschaft bestätigt worden. Eine Ernährung die grundsätzlich auf Getreide, Gemüse und Obst mit Fleisch und Milchprodukten basiert, ist eine gesunde Ernährung.
Essen Sie sich gesund und nutzen Sie Ihren Urlaub um sich selbst von der Vielfältigkeit dieser Küche zu überzeugen!

Typisch türkisch

Ein traditionelles Getränk ist çay - türkischer Schwarztee. Diesen Tee trinkt man bei jeder Gelegenheit. Besonders beim Einkaufen bekommen die Gäste in kleineren Geschäften oft çay angeboten.

Türkischer Mokka ist ebenfalls empfehlenswert, aber berücksichtigen Sie, dass der Kaffeesatz am Boden der Tasse mitserviert wird.

Außerdem gibt es einheimisches Bier „Efes“, das den meisten Leuten sehr gut schmeckt.

Bei Su (Wasser) sollte man wissen, dass in der Türkei fast ausschließlich Wasser ohne Kohlensäure getrunken wird.

Ayran ist ein Joghurt-Getränk mit etwas Wasser verdünnt, leicht gesalzen und äußerst erfrischend, er wird gekühlt serviert.

Nich zu vergessen ist das türkische Nationalgetränk Raki, das aus Anis gewonnen wird. Es ist ein hochprozentiger Schnaps und wird mit Wasser verdünnt getrunken. Wegen der milchigen Farbe, die das Getränk aus dem Gemisch annimmt, nennen die Einheimischen es auch „Löwenmilch“. Dazu wird eingelegtes Gemüse, Schafskäse oder Fisch serviert.

Sehr beliebt sind auch Süßspeisen wie z. B. Baklava, ein Art Blätterteig gefüllt mit Nüssen und Pistazien. Eingelegt wird das ganze in Zuckerwasser, nach ein paar Stunden einziehen heißt es „Guten Appetit“!

Tipp

Naseputzen bei Tisch, auch am Nachbartisch im Restaurant, wird von der türkischen Bevölkerung als eklig angesehen. Etwa vergleichbar mit lautem Rülpsen bei uns. Falls es notwendig ist, sollte man dazu ein WC aufsuchen.

 
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